Tauchmedizin und Gesundheit | Pneumothorax | Traumatische Gasembolie | Mediastinalemphysem | Hautemphysem | TGE
Traumatische Gasembolie | Tauchmedizin und Gesundheit | Pneumothorax | Hautemphysem | Mediastinalemphysem | Ursachen einer traumatischen Gasembolie
 

Medizin und Gesundheit · Traumatische Gasembolie (TGE)

Einleitung

Pneumothorax

Mediastinalemphysem

Hautemphysem

 

Einleitung

Als traumatische Gasembolie werden drei Krankheiten bezeichnet, die durch die Abweichung oder Ausdehnung der während des Tauchens eingeatmeten Luft verursacht werden.

Pneumothorax
Der Pneumothorax ist eine Ansammlung von Luft im Pleuraspalt, also zwischen den beiden Schichten des Lungenfells. Dadurch kommt es zu einem teilweisen oder kompletten Kollaps eines Lungenflügels, d.h. eine Lungenhälfte fällt in sich zusammen.

Einige der Symptome sind scharfer Brustschmerz, Atemnot und blasse Haut. Wenn der Fall von Pneumothorax ein einfacher mit wenigen Komplikationen ist, kann er durch Sauerstoffgabe behandelt werden. In ernsteren Fällen ist die Einführung einer Röhre erforderlich, die die Luft absaugt und die Lunge aufbläst. Dringende ärztliche Behandlung ist von höchster Wichtigkeit. In den meisten Fällen wird dem Taucher empfohlen, sechs Monate bis zum nächsten Tauchgang zu warten.

Mediastinalemphysem

Das Mediastinalemphysem wird durch die Ausdehnung der Luft im Gewebe verursacht, das das Herz, die Hauptblutgefäße und die Lungenbläschen umgibt. In diesem Fall bricht die Luft nicht das Lungengewebe, sondern eher die Bronchien. Es entsteht eine Luftansammlung im Mittelfellraum (zwischen Herz und Lunge).

Die allgemeinen Symptome schließen gemäßigte bis starke Schmerzen unter dem Brustbein ein (es fühlt sich an, als ob etwas nach unten drückt), die intensiver werden, wenn der Patient tief atmet oder schluckt. Es gibt Fälle, in denen Veränderungen der Stimme und Schmerzen in Schulter, Rücken und Nacken gefühlt werden können. Es ist ratsam, dem Patienten 100% Sauerstoff zuzuführen und ihn in eine Druckkammer zu bringen.

Hautemphysem

Das Hautemphysem wird durch das Abweichen der Luft vom Mittelfellraum in das Unterhautfettgewebe, besonders im Hals-Nackenbereich, verursacht. Es formen sich Luftblasen unter der Haut. In leichten Fällen ist dieses Emphysem für den Taucher kaum wahrnehmbar. Es kann eine leichte Schwellung im Nacken geben, bei Berührung der Haut machen sich die Luftblasen über ein Knistern bemerkbar und es kann zu einer Änderung im Sprachrhythmus kommen. Eine Versorgung des Patienten mit 100% Sauerstoff ist in allen Fällen empfohlen, ebenso eine Rekompression in schweren Fällen.

 

Außer den oben erwähnten Ursachen ist eine andere Ursache einer traumatischen Gasembolie, dass der Taucher seinen Atem während des Aufstiegs anhält.

Als eine allgemeine Regel ist es ratsam, dass ein Taucher, der eine TGE gehabt und Druckluft geatmet hat und das Bewusstsein innerhalb von zehn Minuten nach dem Erreichen der Wasseroberfläche verliert, zur Rekompression in eine Druckkammer gebracht wird.

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